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So verging die Zeit.
Der Jahrestag der Zerſtörung der Baſtille nahte heran. Derſelbe ſollte durch ein großartiges Feſt, das Föderationsfeſt genannt, gefeiert werden.
Früh am Morgen des merkwürdigen Tages zogen Jacob und Elias hübſche, aber einfache Kleider an, die ihnen das Ausſehen von anſtändigen Handwer⸗ kern aus irgend einer Vorſtadt gaben. Als ſie fertig und im Begriff waren auszugehen, ſagte Jacob:
„Jetzt, Elias, werden wir Zeugen eines feierlichen und großartigen Feſtes ſein. Du weißt wohl, was es für ein Tag heute iſt?“
„Freilich weiß ich das,“ antwortete Elias;„aber warum wird er gefeiert?; Man mordete ja am 14. Juli gerade wie am 5. und 6. October. Ich meine, es ſei keine Freude daran zu denken.“
„Wenn ein Volk wie das franzöſiſche,“ antwor⸗ tete Jacob,„an ſeiner Freiheit arbeitet, da darf nian nicht das Blut berechnen, welches dieſe Freiheit koſtet. Die Einnahme der Baſtille wird immer als eine ehrenvolle That des Pariſer Volks betrachtet werden. Innerhalb der Mauern derſelben iſt ſo viel Blut und ſind ſo viele Thränen gefloſſen, daß man annehmen könnte, die Steine ſeien damit getränkt. Die Tyrannen haben ſie ausgepreßt; das franzöſiſche Volk hat die Spuren davon in dem Augenblick ver— wiſcht, in welchem es dieſes Reſt vernichtete, wo ſo manche Schändlichkeit begangen worden war.“
„Es ſcheint Dir alſo, Vater, daß das Volk recht handelte, als es den Gouverneur ermordete?“ Elias blickte den Vater ſcharf an.
„Ich meine, daß das Volk groß gehandelt, als


