Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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Wenn man draußen vor dem dunkeln Hauſe ſtand, hätte man unmöglich vermuthen können, daß ſich eine ſo vortreffliche, elegante und geſchmackvolle Wohnung innerhalb der Mauern dieſes finſtern und düſtern Hauſes befinde.

Ohne ſich vor das Feuer zu ſtellen, um ſeine verfrorenen Glieder zu erwärmen, nahm der Vater ſeinen Weg quer durch dieſes Zimmer, indem er Elias mit ſich führte.

In einem kurzen und beſtimmten Ton ſprach er, ſich an Suſanna wendend:

Sorge dafür, daß wir eine tüchtige Mahlzeit bekommen; denn ſowohl der Knabe als ich ſind aus⸗ gehungert. Damit verſchwand er hinter einer ſchwe⸗

ren Thürgardine, welche den Eingang zur Schlaf⸗

kammer verbarg.

Wir wollen jeßt einen Blick auf das Zimmer werfen, welches er verließ. Es war groß und hoch und mit Hrei Fenſtern verſehen, die alle mit ausge⸗

ſuchten Vopfgewächſen beſetzt waren. Die Wände

waren Init koſtbaren dicken Seidentapeten bekleidet: Die reich mit Vergoldungen verzierte Decke war mit ſchöney Malereien, Scenen aus dem alten Teſtament darſtglend, decorirt. Die Diele war mit dicken tür kiſchyn Teppichen belegt. Die Möbeln aus vergol

m Holz hatten Ueberzüge aus demſelben ſchwar⸗ Seidendamaſt wie die Wände. Auf einem Tiſch n Wallnußholz und mit eingelegter Arbeit von Gold ſtanden einige ſchwere ſilberne Vaſen, die ſo⸗ wohl durch ihre Form, wie durch ihre Arbeit In⸗

tereſſe erregten. Man fand bald, daß ſie einige hundert Jahre alt waren.