Als beide gegen ihren Willen dem Vollsſtrome folgen mußten, hatte der ſilberlockige Mann mit einem kräftigen Griff den Arm des jungen Menſchen ge⸗ faßt, um dadurch zu verhindern, daß ſie getrennt würden.
Als eine Abtheilung der Schaar in das Stadt⸗ haus eindrang, äußerte der Knabe verwundert gegen den älteren Mann:
„Vater, was wollen dieſe Weiber? Beabſichtigen ſie das Stadthaus niederzureißen, wie man es mit der Baſtille gethan?“
„Nein, ſie wollen Brod haben für ſich und ihre ſterbenden Kinder,“ antwortete der Vater.
„Brod!“ verſetzte der Knabe.„Sind denn alle dieſe ohne Brod?“
Ja, und viele Tauſende außer ihnen.“
Der wilde Haufen heulte, die Sturmglocke er⸗ tönte, und aus allen Straßen wälzten ſich neue Schaaren hervor. Es ſah aus, als wenn dieſe blei⸗ chen, wilden und elenden Menſchen aus der Erde hervorwüchſen. Immer enger und enger ſchloßen ſie ſich um den kleinen Elias und ſeinen Vater. Es war keine Möglichkeit mehr vorhanden herauszukommen.
Plötzlich erſcholl der Ruf:
„Nach Verſailles!“ 2
Ein tauſendfaches Echo wiederholte dieſes.
Das Ziel des Weiberzugs wurden jetzt der Hof und die Heimſtätte der Ueppigkeit. Dorthin wollten ſie, um Brod zu fordern— Brod für ſich und ihre ſterbenden Kinder.
Elias und ſein Vater waren gezwungen dem
Volkshaufen nach Verſailles zu folgen.
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