breitſchultrig und hoch gewachſen, mit einer ſtarken
den Anblick all des Flends, das ſie erlebt und mit angeſehen hatten, verhärtet worden waren, marſchir⸗ ten alle aus ganz verſchiedenen Quartieren nach dem Greveplatz, als wie zu einem verabredeten Ren⸗ dezvous.
Dieſelbe Schaar ward immer größer und größer.
In demſelben Augenblick, in welchem ſie über den Greveplatz hervorwogte, wurden zwei Perſonen, welche zu einem ganz andern Zweck den Platz zu paſſiren gedachten, mit in die Weiberhaufen hinein⸗ gezogen.
Der eine, ein Mann mit Locken ſo weiß wie Schnee, obgleich weder ſeine Geſichtszüge noch Körper⸗ haltung irgend ein höheres Alter verriethen, war
gewölbten Bruſt und muskulöſen Armen. Seine großen dunkeln Augen waren lebendig, klug und wachſam. Die ſcharf gebogene Naſe und die zurück⸗ fallende Stirne gaben ihm auf den erſten Blick das Ausſehen eines Raubvogels; bei genauerer Betrach⸗ tung verſchwand aber dieſe Aehnlichkeit, während ein Lächelg von unendlicher Güte und Milde den Mund zierte und den andern Zügen ganz und gar die Schärfe benahm. Gekleidet war er wie ein Hand⸗ werker von einer der Vorſtädte.
Sein Begleiter, ein Knabe von zwölf oder drei⸗ zehn Jahren, hatte ein Geſicht von faſt idealer Schönheit.
Der Knabe ſah mehr verwundert a als er ſich plötzlich eingeklemmt ſa Schaar von ſchreienden, mit Ofei icen, Be Stöcken bewaffneten Weibern.
ent ſetzt aus,


