vom 21. September deſſelben«
Als aber Ludwig ſie verließ, wurde er von dem Jubel der Verſammlung begleitet. Denn der König hatte ja einen Schritt zur Verſöhnung mit dem Volke gethan. Die Freude ſchien deshalb am Platze. zu ſein.
Der König befahl nachher die Räumung von Paris und Verſailles durch die Truppen, gab dem Miniſter Breteuil ſeinen Abſchied und rief Necker wieder zurück.
Was konnte man, wenigſtens für den Augenblick, mehr wünſchen? Mit dieſen Begebenheiten waren auch die erſten Tage des Revolutionskampfes vor⸗ über. Die Ruhe wurde in Paris wieder hergeſtellt.
Die letztere war indeſſen nur eine ſcheinbare. Das Volk holte Athem nach dem erſten ſtürmiſchen Ausbruch, um ſich noch furchtbarer zu rächen, falls der König und der Hof es zum Beſten halten ſollte. Es wachte und wartete.
Nur die erſten Scenen des großen und tragiſchen Schauſpiels der Revolution waren aufgeführt worden.
Man überließ ſich Hoffnungen voll von Ver⸗ ſprechungen. Der König, welcher ſich nach Ruhe ſehnte, that Alles, um dem Volke Vertrauen einzu⸗ flößen. Er anerkannte die Nationalverſammlung, welche jetzt den Namen Conſtituirende Verſammlung annahm. Genug, der milde Monarch ſuchte, ſoweit er es verſtand, ſich nach dem Zeitgeiſt zu richten; aber er kannte die Anſprüche derſelben nicht, und dakum auch nicht ſeine eigenen Mißgriffe.
Der Beſchluß der conſtituirenden Vetſammlung Jahres vernichtete ganz und gar die königliche Gewalt.


