Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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Harald, Calla, Milner und Göran, ſowie Eliſe und ihr Mann und ein kleiner Sohn waren bereits angelangt.

Man ſaß am luſtigen Ofenfeuer rings um den zier⸗ lichen Kaffeetiſch und wartete nur auf Urda und Erland.

Man kann ſagen, wie Ehn einmal ſchrieb, bemerkte der Capitain:

Unſer Herrgott iſt der beſte Steuermann auf dem Weltmeer; denn beſſer als Urda paßt wohl Niemand für den durch und durch gutmüthigen, aber, beim Teufel, auch tollen Erland.

Er begreift auch nicht ein Bischen von dem, was das wirkliche Leben betrifft, ſondern ſie iſt's, die die Landwirthſchaft beſorgen muß, nicht allein wo ſie wohnen, ſondern auch auf Nytorp, und das that ſie als ein ganzer Mann⸗

Ich wäre beinahe verſucht zu glauben, daß ihre

Emancipationsmanie wenigſtens ein Gutes mit ſich gebracht hat, nämlich daß ſie doch ſchließlich ihr Au⸗ genmerk auf eine tüchtige Thätigkeit gerichtet.

Während er mit ſeinen hübſchen Predigten und ſeinen Lehren das Volk aufklärt, beſorgt ſie das Feld und ihre Schule, und geht herum in den Hütten, um die Weiber zur Arbeitſamkeit und zur Ordnung aufzumuntern.

Sie iſt der Arzt der Seele und des Körpers. Erland fühlt ſich auch ſo glücklich, weil er, ohne von jener Proſa des Lebens geſtört zu werden, ſchwär⸗ men, träumen und grübeln darf. Und dann ſie, ſie iſt in ihren Mann, die verkörperte Poeſie, ſo ver⸗ liebt, und ſo mit ihm zufrieden; er erhebt durch ſich