178
Acht Tage darauf wechſelten auch Calla und Ha⸗ rald Ringe und der Capitain äußerte dabei:
— Der Teufel, und nicht ein ehrlicher Seemann, kann ahnen, welchen Curs ein Weiberherz nimmt, ſintemal mein Mädchen gerade auf den Pfarrer losſteuern und an Harald vorbeiſegeln konnte. Wol⸗ len einmal ſehen, ob Barbro nicht das Ankertau t ſo daß ich eines Tages vor ihrem Winde treibe.
Sechs Monate darauf wurden zwei Hochzeiten gefeiert, die von Erland und Harald.
Erland war zum Pfarrer in der Gemeinde er⸗ nannt worden, und wurde auf dieſe Weiſe mit ſei⸗ ner Frau der nächſte Nachbar von Björnbo.
Als Harald und ſeine junge Gattin ſich Abends allein in der Brautkammer befanden, reichte Harald ihr ein elegant gebundenes Buch und ſagte:
— Die gute Fee bittet mich, Dir dieſe Gabe zu
überreichen, und ich,— fügte Harald auf den Knieen vor ſeiner hübſchen Frau hinzu,— flehe darum, daß dieſelbe Dich überzeugen möchte, daß ich bei dem Glück in Schuld ſtehe, welches mir eine de Edel⸗ ſten ihres Geſchlecht geſchenkt hat. Ich braukhe kein Opfer, um an mein künftiges Wohlergehen zu glau⸗ ben, da ich Dein reiches und hochſinniges Herz beſitze. Calla öffnete das Buch; es war ihr letztes Manuſcript, welches gedruckt worden war, und die Verfaſſerin trug auf dem Titelblatt den Namen, welcher jetzt der ihrige war.
Sie lehnte ſich gerührt an die Bruſt ihres Gatten.


