Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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mir die ſchmeichelhafteſten Anerbietungen für das Manuſcript gemacht, welches dort liegt(ſie deutete auf einen Bündel Papier, der neben ihr auf der Bank lag.)

Ich weiß, daß das mir einen großen Erfolg ver⸗ ſchaffen, daß mein Name rühmlich genannt werden würde; aber heute ſage ich: Harald! Du liebſt mich, Deine Liebe hat Deine Vorurtheile erſtickt, Du verkangſt mein Herz, ohne irgend ein Opfer von meinem Ehrgeiz zu fordern; ich würde Dich nicht ſo hoch lieben, wie ich es ſeit einer Reihe langer, qualvoller Jahre gethan, und wie ich Dich noch liebe, wenn ich nicht freiwillig Deinem Glück meine Eitelkeit opferte. Darum mache ich es mit meiner beſten Arbeit hier ſo.

Calla nahm das Manuſcript und warf es weit hinaus in den Strom, welcher es mit ſich fortführte.

Calla! rief Harald und ſprang auf von ſei⸗ ner knieenden Stellung. Engel, was haſt Du gethan?

Im nächſten Augenblick hatte er ſich ins Waſſer geſtürztz er ſchwamm dem forteilenden Manuſcripte nach, und es gelang ihm wirklich, ſich deſſelben zu bemächtigen.

Durch und durch naß lag er bald wieder mit dem eroberten Schatz zu den Füßen des jungen Mädchens und ſtammelte:

Ich werde dieſes als ein Andenken an Deine Liebe behalten, deren ich nicht würdig bin, ſo edel und groß iſt ſie.