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Auf der Reiſe nach Strömsfors, welche ſehr lang⸗ ſam von Statten ging, ſagte Erland einmal:
— Aber Du ſagſt mir nicht ein Wort von ihr, meinem guten Engel.
Harald fühlte, daß er erbleichte; ein Schmerzens⸗ ſtich ging durch ſein Herz, und er mußte tief Athem holen, bevor er antworten konnte:
— Du meinſt Calla, ſie läßt Dich herzlich grüßen.
— Calla!
Erland ſah den Bruder verwundert an.
— Nennſt Du ſie meinen guten Engel?— fügte er ſchmerzlich lächelnd hinzu.
— Nein, Harald, ſie iſt eher das Gegentheil geweſen, obgleich ich ihr Unrecht that, ſie wegen der Stürme anzuklagen, welche mein eigenes unruhiges Herz herorgerufen hatte. Ich ſpreche von Urda, welche mich von jenem Abgrund rettete, an deſſen Rand meine Leidenſchaft mich gebracht, Urda, die ſpäter mit ihren milden und verſöhnlichen Briefen die Verzweiflung linderte, welche nach dem ſchreck⸗ lichen Auftritt mein Herz ergriffen hatte.
Siehſt Du, Harald, ſie war es, die mir zuerſt
ſchrieb, und in dieſem Brief äußerte ſie:„Suche
in dem Guten einen Troſt für Deinen Kummer, einen Erſatz für das, was Du verloren, und eine Sühne für das, was Du verbrochen.“
Und ich folgte der Anweiſung; ich bin mit dem Vermögen, mit welchem die Vorſehung mich ſo un⸗ verdient geſegnet, den Bedürftigen zu Hülfe gekom⸗
men, habe die Thränen der Noth getrocknet, und manchen Gefallenen davon gerettet, auf dem Wege des Verderbens fortzuwandeln, wohin ihn die Leiden⸗
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