Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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ins Vorzimmer einzutreten; Du darſſt doch nicht hier in dieſem unaufgeräumten Zimmer bleiben.

Erlaube mir zu bleiben, wo ich bin, 6 Harald und laſſe Dich nicht in Deiner Arbeit tören.

O das iſt nichts was Eile hat, und bilde Dir nicht ein, daß ich jetzt, um Dir ein Vergnügen zu bereiten, daran denke, mit meiner Häuslichkeit zu coquettiren.

Damit öffnete ſie die Thüre zum Vorzimmer und zwang dadurch Harald einzutreten, daß ſie voranging.

Als Harald Abends nach Hauſe fuhr, dachte er:

O, Calla, Calla! warum bin ich nicht im Stande, Dein Bild aus meinem Herzen zu verſcheu⸗ chen? Warum mußteſt Du jetzt in dieſer einfachen und reizenden Geſtalt auftreten, zu gleicher Zeit ſo überlegen, und doch ſo mild und anſpruchslos? Iſt es denn dieſelbe Calla wie ehemals? Ja, ja, es iſt meiner Jugend, meiner Kindheit holder Engel. Oh! fort thörichte Gedanken! zwiſchen ihr und mir ſteht Erlands Liebe. Nein, Harald, erniedrige Dich nicht dazu, Dein Glück auf Koſten des armen Schwärmers zu kaufen.

Du haſt die Wirklichkeit, womit Du Dich tröſten kannſt; Du beſitzeſt Kraft, das Opfer zu vollbringen, welches Du Dir auferlegſt; aber er würde vor Eifer⸗ ſucht ſterben, ohne ſeine Qualen ertragen zu können.

Bei dieſen Gedanken mußte das Pferd die Spo⸗ ren fühlen, und es trug ihn in fliegender Eile davon.

Am Morgen darauf rollte der Wagen mit Harald nach Stockholm.