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— Es iſt vorbei——— Gott! mein Va⸗
Die Schmerzen erlaubten ihr nicht weiter zu ſprechen.
Am dritten Tage wurde das Wetter ruhiger; aber ſie war ſo matt und, wie ich glaube, auch er⸗ ſchrocken, daß ſie ſich kaum hinauf wagte. Am vier⸗ ten Tage war vollkommene Stille. Ich befahl ihr, ohne daß ich mich zu erinnern ſchien, daß ſie etwas An⸗ deres als ein gewöhnlicher Matroſe ſei, auf's Deck hinaufzukommen und zu helfen.— Dort begegnete man ihr von Seiten der Matroſen mit vielem Spott, und Gottlieb, blind Deinen Inſtructionen gehor⸗ chend, war nicht derjenige, der ſie am wenigſten är⸗ gerte.— Ich hielt mich indeſſen in der Nähe, da⸗ mit Niemand die gehörigen Grenzen überſchritte.
Als man frühſtücken ſollte, ging ſie mit mir hinunter; denn wir aßen zuſammen. So viele Mühe ſie ſich auch gab, die Thränen zu unter⸗ drücken, ſo konnte ſie doch nicht verhindern, daß ſie rannen. Ich that, als wenn nichts paſſirt wäre. Da aber ihre Kajüte dicht neben der meinigen iſt ſo konnte ich ſie die ganze Nacht weinen hören.
Während des übrigen Theils der Reiſe iſt ſie fortwährend ſeekrank geweſen, und als wir den Fuß an's Land ſetzten, ſah ich zum erſten Male ein zu⸗ friedenes Lächeln ihr Geſicht aufklären.
Ich hege nebenbei ſtarken Verdacht, daß ſie ſehr furchtſam iſt; denn. wenn die See in Bewegung iſt und ein Windſtoß nach dem andern herangepfiffen kommt, dann ringt ſie die Hände vor Verzweiflung.
Jetzt ſchließe ich für heute.
Dein redlicher n.


