Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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Anfangs November erhielt Capitain Werner

einen anderen Brief von Ehn, datirt Nantes. Der⸗

ſelbe lautete folgendermaßen:

Mein lieber Bruder!

Als wir zu Hauſe auf Björnbo unſere Pläne gegen Urda ſchmiedeten, hatten wir vergeſſen, Gottes Finger und den Sturm mit in Anſchlag zu bringen. Wir hätten nicht nöthig gehabt, unſere Köpfe ſo ſehr zu zerbrechen, um Vorſehung zu ſpielen, ſon⸗ dern hätten es gern dem überlaſſen können, der doch der beſte Steuermann auf dem Weltmeere iſt. Nun gut, wir reisten, von dem herrlichſten Wetter be⸗ günſtigt, von England ab. Als wir aber gerade die franzöſiſche Bucht erreicht hatten, brach ein ge⸗ waltiger Nordweſt⸗Sturm aus. Derſelbe dauerte faſt vier Tage und Nächte, und trotz allen unſeren Bemühungen, Widerſtand zu leiſten, wurden wir doch ſchließlich an die franzöſiſche Küſte getrieben, wo wir Schiffbruch litten. Wir haben, nächſt Gottes Hilfe, nur der Kühnheit und Geſchicklichkeit der franzöſiſchen Lootſen die Rettung unſeres Lebens zu danken. Schiff und Ladung gingen zu Grunde.

Jetzt einige Worte über Urda. Sie war während des Sturmes vor Schreck faſt vernichtet und erklärte, als ſie ſich wohlbehalten unter dem

Dach des Lootſen befand, daß ſie ſich lieber allen möglichen Uebeln unterwerfen wolle, als wieder den

Fuß an Bord eines Schiffes ſetzen.

Die Seezucht, die ſtrenge Behandlung am Bord, der rohe Scherz der Matroſen, die harte Arbeit, Alles mißfiel ihr. Fügt man dazu Seekrankheit,