Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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wieder nach Hauſe kommen, die Seemannsluſt bei ihr abgekühlt ſein möchte.

Wir hatten hübſches Wetter, aber einen fri⸗ ſchen Wind; und wie Du weißt, ſo macht ſowohl die Oſtſee wie die Nordſee ſich bemerklich. Mein klei⸗ ner Steuermann ſtand dicht neben dem alten Gott⸗ lieb und ſchien ſich ganz ſtolz zu fühlen. Aber ich dachte: ſpaßhaft wäre es doch, wenn Dein Muth wegen eines bischen Seekrankheit ein ſchimpfliches Ende nähme.

Einen minder vortheilhaften Platz für Einen, der nicht an die See gewöhnt iſt, als derjenige den Urda jetzt einnahm, mit dem von der Bewe⸗ gung der Wogen ſich fortwährend hebenden und ſenkenden Stoßen vor Augen, konnte man nicht ge⸗ wählt haben, beſonders da die See hoch ging. Während ich auf dem Deck ging, warf ich von Zeit zu Zeit einen Blick auf das Mädchen in ſeinem Südweſt*) und Seemannsrock. Sie ſah, ver⸗ damm' mich, aus, wie eine kleine Meernixe.

Ich befahl Gottlieb, ihr das Ruder zu über⸗ laſſen, und ſtellte mich neben ſie; denn ich ſah deut⸗ lich, daß ſie nicht lange Stand halten würde, weil die weißen Wimpel ſich bereits auf den Wangen zu zeigen anfingen.

Recht ſo! befahl ich, als Gottlieb zu den Geſchäften gegangen war, die ich ihm angewieſen. Wir haben ſtarken Seitenwind und das Fahrzeug will gern treiben.

Ein Seemannshut mit breiter Krämpe, die hinten über die Schulter herabfällt⸗

Schwartz, Die Emancipations⸗Manie. II. 3