Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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darauf und wieder mußte Erland Wochen lang das Bett hüten. Aber man ſtirbt nicht ſo leicht an dem erſten Ausbruch des Sturmes des Mißgeſchicks, ob⸗ gleich dieſer gewöhnlich am ſchwerſten zu beſtehen iſt.

Schließlich genas Erland und kehrte nach dem Pfarrhofe zurück, um ſeine Adjunctur zu verſehen. Von ſeinen Beſuchen auf Kollinge war nicht mehr die Rede. Er ging nicht einmal hin, wenn er ein⸗ geladen wurde.

Fliſe reiste nach Stockholm.

Calla ſchrieb und widmete ihre ganze Zeit der Schriftſtellerei. Sie beſchäftigte ſich mit nichts mehr in der Haushaltung und rührte nie eine Stickerei oder eine Nädel an; und wenn ſie fort war, politiſirte ſie mit den Herren, disputirte und ſprach von Literatur; denn ſie hatte jetzt beſchloſſen, ihr Incognito abzulegen, und als Schrifſtellerin kam es ihr unwürdig vor, an den Zerſtreuungen der Jugend theilzunehmen.

Harald arbeitete wie ein Sklave. Abends ſpielte er Schach mit dem Capitän, ſcherzte, wenn die⸗ ſer brummte, und redete ihm Vernunft ein, wenn der arme Vater aus Unruhe über Urda nicht wußte was er mit ſich ſelbſt anfangen ſollte; er war, wie vorher, der Liebling der ganzen Gegend, immer heiter, immer freundlich und immer dienſtfertig.

Das Vertrauen zwiſchen den Brüdern war noch nicht zurückgekehrt. Erland war ſchweigſamer, ver⸗ ſchloſſener und düſterer als je.

Bisweilen begrüßte Harald Anders Milner, aber immer auf ſeinem Comptoir, und kam nie mit Calla zuſammen, als bei den Mahlzeiten an denjenigen