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daß jenes moraliſche Band, welches es zwei Gatten zum Bedürfniß macht, allein zu ſein, zerſtört wer⸗ den würde, und daß die heranwachſenden Kinder von einer ſolchen Heimath nicht jene Erinnerung an häusliche Gemüthlichkeit mit ſich nehmen würden, und von der gegenſeitigen Liebe der Eltern, die ſpäter die Sehnſucht nach einem eigenen Heerd und einer zärtlichen Gattin gebiert? Sagteſt Du ihr das nicht?
— Nein, Harald— brach Erland aus und er⸗ hob ſeinen Kopf— ſchwach, bis zur Weichlichkeit ſchwach hat mich meine Liebe gemacht, aber nicht bis zu dem Grade elend, daß ich mit einem einzigen Worte verſucht haben ſollte, ſie zu überreden. Das
Ideal iſt von ſeinem erhabenen Standpunkt herab⸗
geſtürzt und im Falle zerſchmettert worden; was ſoll ich mit den Bruchſtücken thun?
— Aber wenn ſie Dich liebt?— Wenn Deine Liebe ſie auf den rechten Weg zurückführen könnte?
— Glaubſt Du wirklich, daß ein Weib, welches Moral und Vernunft ihrer raſenden Eitelkeit opfert, in ihrem Herzen der Liebe einen Platz einräumen wird?— RNein, dieſes Herz iſt aller edleren Ge⸗ fühle baar.— Und doch, welchen Reichthum erha⸗
bener Gedanken habe ich ſie nicht ausſprechen hö⸗
ren!— Wie ſchön ſchilderte ſie nicht den Beruf des Pfarrers, und Alles, Alles das war ein leerer Irrthum! Wieder verbarg Erland ſein Geſicht in den Händen. Ein heftiger Huſten, ein ſtarker Blutſturz folgte


