Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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Alles ſich ſo leicht machen ließe. In der lebhaften Einbildung derſelben gibt es nur einen Hahnentritt von einem Wunſche zu der Verwirklichung deſſelben; und die Schwierigkeiten, das Ziel zu erreichen, von welchem ſie träumt, kennt ſie nicht. Sie ſieht nur die Roſen, aber nie die Dornen auf der Bahn des Lebens. Glückliche Zeit! voll Glaube und Hoffnung! Wie bitter beweinen wir Dich nicht, wenn Jahre kommen, und mit ihnen Troſtloſigkeit und Unentſchloſſenheit, ſo daß wir die Stacheln, aber nicht die Hoffnung mehr finden.

Zwei Tage darauf erhielt Calla ein Billet von Björnbo. Sie erbrach daſſelbe und las:

Erland wird ſich heute auf Kollinge einfinden, um von Deinen eigenen Lippen ſein Urtheil zu hö⸗ ren. Calla, beſinne Dich wohl. Spiele nicht mit ſeiner Zukunft, und opfere nicht Euer beider Glück einer eitlen Laune. Suche im häuslichen Glück Deine Befriedigung, und glaube mir, Du wirſt Dich dabei viel glücklicher befinden, als bei dem Verfol⸗ gen von jenen thörichten Träumen, die Dir nie Glück gewähren werden. Frinnere Dich, daß es das zukünftige Wohl und Wehe eines anderen Menſchen und vielleicht ſein Leben iſt, über welches Du im Begriffe ſtehſt den Stab zu brechen. Laſſe allein die Liebe zu Erland das Wort führen; dieſe iſt die einzige, letzte Bitte, welche an Dich jetzt richtet

Harald.

Die Liebe zu Erland! wiederholte Calla mit Bitterkeit. Es gäbe wohl einen Mann, deſſen Liebe