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— Glaubſt Du, daß Erland von ſeiner Frau fordern wird, daß ſie ſeine Sklavin werde?— Oder glaubſt Du, daß er mit einer——— nit einer ——— Schriftſtellerin glücklich ſein könnte.
Harald fuhr in die Höhe und rief:
— Colla, Du biſt doch nicht Schriftſtellerin?
— Und wenn ich es wäre, würdeſt Du mich deshalb weniger gut leiden können?— fragte ſie. ſaß ſtill und ſtützte ſeine Stirne auf die Hand.
— Du antworteſt nicht.
— H, Calla, wenn Du das wäreſt, dann würde ich mich zehnmal unglücklicher als vorher fühlen. — Fühlſt Du Dich denn unglücklich jetzt. Colla blickte ihn an. Er ergriff ihre Hände.
— Um Alles in der Welt, ſpreche Dich aus!— ſagte er.— Antworte; biſt Du Schriftſtellerin?
— Ja, das bin ich.
Es entſtand eine Stille von mehreren Minuten. Harald war der Erſte, der dieſelbe unterbrach.
— Und Du fragteſt mich———2
— Ob Erland glücklich mit mir werden kann, ob er als Mann all die Freiheit geben will, ohne welche ich nicht leben kann, ob er mich unbehindert die Laufbahn fortſetzen laſſen will, die ich betreten, ob er mich nicht an die Haushaltungsgeſchäfte feſ⸗ ſeln und den Flügeln meiner Seele ein Band an⸗
legen wird. Sage mir, glaubſt Du, daß Frland
mich hoch genug liebt, um hierauf einzugehen? Calla ſprach mit Haſt. — Daß er ſich ein Glück geträumt, welches dem


