3, Harald ſtand auf und trat auf Erland zu:
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— Nein, ich habe keinen Zorn empfunden, aber wohl einen bitteren Schmerz beim Gedanken, daß ich, Dein Bruder, ſo gänzlich gar nichts in Deinen Au⸗ gen war, daß Du mich lieber durch eine anſcheinende Gleichgültigkeit täuſchteſt, als offen von den Gefühlen zu ſprechen, welche Dich zu Calla hinzogen.— Doch das iſt jetzt vorbei.
Harald reichte dem Bruder die Hand, indem er hinzufügte:
— Sie iſt ſicherlich mehr für Dich, als für mich geſchaffen.
Göran trat ein und unterbrach das Geſpräch.
— Man will Dich da unten ſprechen, mein lie⸗ ber Harald,— ſagte er.
— Uff! ich bin vollſtändig verblüfft; man kann verrückt werden, ſo ein Spektakel iſt da zu Hauſe. Denke Dir einmal, Eliſe wird Actrice werden!
Wir überlaſſen Göran ſeinen erbitterten Ergüſſen und begleiten Harald hinunter in den Saal. Als er die Thüre öffnete, befand ſich Calla dort allein.
Es war das erſte Mal, daß Harald ſie wieder⸗ ſah, ſeit er ſie zum Krankenbette des Bruders ge⸗ führt. Bei Calla's darauf folgenden Beſuchen war Harald immer weggegangen oder war auf ſeinem! Zimmer geblieben. Jetzt war es unmöglich, einem téte-Atéte auszuweichen, ſo gerne er es auch gewollt..
— Warſt Du es, Colla, die mit mir ſprechen 6 wollte?— fragte er..
— Ja, ich mußte mir wohl eine Unterredung ausbitten, da Du mit großem Eigenſinn Dir vorgeſetzt i


