13 gelangte endlich in den Beſitz von Smolensk, bloß weil der ruſſiſche General keine vorlaͤufigen Anſtalten zur Beſetzung des Platzes getroffen hatte; und well Barclay wußte, daß wenn er eine Beſatzung ohne die erforderlichen Huͤlfsmittel daſelbſt zuruͤckließ, ſie einige Tage baͤlder oder ſpaͤter in Napoleons Haͤnde fallen mußte. Der ruſſiſche General fand daher fuͤr gut, den Platz zu raͤumen, und ungeachtet der Stellung Napoleons auf dem linken Ufer des Dnieper und ſei⸗
ner Verſuche, den Platz mit Sturm zu nehmen, wuͤr⸗
de Barclay Herr der Feſtung geblieben ſeyn, wenn er entweder die Stellung ſeines Heeres in der Naͤhe haͤtte behaupten, oder den Platz, ehe er ihn raͤumte, mit den noͤthigen Lebensmitteln verſehen koͤnnen.
Der Beſitz des Platzes hing daher von der Stel⸗ lung des ruſſiſchen Heeres ab; und das Nachfolgende wird zeigen, daß andere Maßregeln und Bewegungen, als die angenommenen, beſſer darauf berechnet waren, das ruſſiſche Heer aus Smolensk zu vertreiben. Es kaun nicht in Zweifel gezogen werden, daß Napoleon, bei ſeiner Ankunft in Smolensk, ſeinem Feinde ſechs Tagmaͤrſche abgewonnen hatte. Wenn er nun, als er bey Raſſaſſna uͤber den Dnieper ging, Smolensk mas⸗ kirt haͤtte, und in gerader Richtung auf irgend einen Punkt oberhalb dieſes Platzes losgegangen waͤre, ſo haͤtte er mit ſeinem ganzen Heere in die Communika⸗ tionslinie ſeines Feindes mit Moskau fallen koͤnnen;


