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geben gegen die militaͤriſche Disciplin beſtraft worden ſeyn; aber ein beſtaͤndiges und ſchonungsloſes Syſtem von Plackereyen und Requiſitionen wurde damals von den Preußen eben ſo bitter gefuͤhlt, als ſpaͤterhin ſtrenge vergolten.
Es iſt jedoch nicht mehr als billig, auch eines Ak⸗ tes der Milde zu erwaͤhnen, den Napoleon damals geuͤbt. Er hatte einen Brief aufgefangen, worinn Fuͤrſt Hatzfeld, derzeitiger Gouverneur von Berlin, dem Fuͤrſten Hohenlohe, der ſich noch immer an der Spitze einer Armee befand, einige Nachrichten von den Bewegungen der Franzoſen gab. Napoleon ſetzte eine Militaͤrkommiſſion nieder, um den Fuͤrſten ſofort als Spion nach dem Kriegscoder zum Tode verurthei⸗ len zu laſſen. Napoleon ließ ſich jedoch durch die fle⸗ hentliche Bitte der Fuͤrſtin, die ſich ihm zu Fuͤßen warf, ruͤhren: er legte das fatale Dokument, das die Beweiſe der ſogenannten Schuld ihres Mannes ent⸗ hielt, mit der Erlaubniß in ihre Haͤnde, ſolches in's Feuer zu werfen. Die von dem Kaiſer hier bewieſene Milde, muß allerdings geprieſen werden, dagegen iſt aber nicht zu laͤugnen, daß die Faͤllung und Vollſtrek⸗ kung des Urtheils in dieſem Fall ein Akt der groͤßten Strenge, wenn nicht der empoͤrendſten Grauſamkeit geweſen ſeyn wuͤrde. Hat die Korreſpondenz des Fuͤr⸗ ſten von Hatzſeld, wie behauptet worden, vor und nicht nach der Kapitulation von Berlin Statt gefunden, ſo wuͤrde man ſeinen Tod einen Mord haben nennen muͤſſen.


