Teil eines Werkes 
49. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 15. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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11² und die Nation erwog, die darunter leiden mußten. Wir ſind Menſchen, und muͤſſen als ſolche nach dem Ausdrucke des Dichters, der den Untergang von Veuedig beſingt,trauern, wenn auch nur der Schatten von dem, was einſt groß war, vollends da⸗ hin ſchwindet. Aber die ſcheinbare Zerſtoͤrung des preußiſchen Staats glich nicht dem Hinſcheiden eines Greiſen, der das Ziel des menſchlichen Lebens erreicht hat, nicht dem Falle eines altert uͤrtlichen Thurmes, deſſen verwitterte Vogen die Laſt, die auf ſie druͤckt, nicht mehr tragen koͤnnen. Man ſieht dergleichen al⸗ lerdings mit einer gewiſſen Scheu und ſy pathetiſcher Theilnahme; aber man erſtaunt und erſchrickt keines⸗ wegs darüber. Das Schickſal der preuß ſchen Monar⸗ chie glich dagegen dem grauſenvollen Tode eines in der Kraft ſeiner Jahre dahingerafften Mannes. Als das Haus Brandenburg zu fallen ſchien, war es, als ob eine feſte Burg mit ihren herrlichen Thuͤrmen durch eine uͤbermenſchliche Macht auf einmal in den Staub gelegt wuͤrde. Ueber eine ſo große und ſo ſchnell eingetretene Kataſtrophe ſtaunten alle Men⸗ ſchen; ſie bedauerten dieienigen, die zunaͤchſt dadurch litten, und ſahen zugleich mit Schrecken die Gefahr⸗ in die ſie durch die Zerſtoͤrung eines ſo feſten Boll⸗

werks kamen. Der vortreffliche und patriotiſche Cha⸗

rakter Friedrich Wilhelms, deſſen Rechtliehkeit und

Ehre ſelbſt durch die Verkehrtheit ſeiner Miniſter nicht

befleckt werden konnte der Gram ſeiner intereſſan⸗ ten,