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Grenadier ging auf den Kaiſer zu und ſchwur, des der Kaiſer nur mit den Augen werde fechten duͤrfen, und daß er, ohne ſeine Perſon auszuſetzen, alle Fah⸗ nen und alles Geſchutz der Ruſſen zum Andenken an dieſen feierlichen Tag erhalten werde..
In der Proklamation, die Napoleon nach ſeiner
Gewohnheit an die Armee erließ, verſprach er, ſich weit vom Feuer entfernt zu halten; er war uͤberzeugt, daß dieſe Zuſage, ſeine perſoͤnliche Sicherheit beach⸗ ten, auf ſeine Armee dieſelbe Wirkung thun werde, wie auf andere Armeen das uͤbliche Verſprechen ihres Souverains oder ihrer Anführer, ſich an ihre Spitze zu ſtellen und die Gefahren des Tages zu theilen. Es iſt diez vielleicht der ſtaͤrkſte Beweis von dem gegenſeitigen Vercrauen, das zwiſchen Napoleon und ſeinen Soldaten beſtand. Und doch hat es Menſchen gegeden, die den Sieger in hundert Schlachten der Feigheit bezuchtigt haben— einen Sieger, deſſen Ruf unter jenen Truppen, welche die beſten Richter daruͤber ſeyn mußten, ſo feſt begruͤndet war, daß ſie die Sicherſtellung ſeiner Perſon verlangten, und daß er ihnen dieſe hinwiederum als eine Gunſt gewaͤhrte. Die Schlacht von Auſterlitz, einem zwar ſehr tapfern, aber nur wenig erfahrnen Feinde geliefert, war ſehr einfach. Die Ruſſen dehnten, wie geſagt, ihre Linie aus, um die Franzoſen in die Flanke zu nehmen. Marſchall Davoust mußte mit einer In⸗ fanuteriediviſion und einer Dragonerdiviſion ſeine Stel⸗ lung hinter dem Kloſter Raigern nehmen, um die zur Umgehung der Franzoſen beſtimmte ruſſiſche Ko⸗ lonne in dem Augendlicke zu bekaͤmpfen, wo ſie ihren Zwack erreicht zu haben glauben wuͤrde. Soult be⸗ fehligte den rechten, Launes den linken Fluͤgel, der eine durch zwanzig Geſchuͤtze vertheidigte Stellung be⸗ ſetzt hielt. Bernadotte fuͤhrte das Centrum, wo ſich


