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48. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 14. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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bin fagen Sie mir jetzt nichts von ihrem Auf⸗ trage ich will nichts davon wiſſen. Kehren Sie nach Wien zuruck und warten Sie die Kriegsereigniſſe ab. Haugwitz, der, wie Napvleon ſelbſt bemerkte, kein Neuling war, ließ ſich das geſagt ſeyn, und ging nach Wien zuruͤck, und der franzöſiſche Kaiſer war ohne Zweifel froh, ſeiner los geworden zu ſeyn.

Hierauf ſandte Napoleon den bekennten Savary in das ruſſiſche Lager, unter dem Vorwand, den Kai⸗ ſer Alerander zu begruͤßen, in der That aber nur, um dieſen Monarchen und ſeine Generale auszuſpaͤ⸗ heu. Er war bald wieder zuruͤck, und wollte entdeckt haben, daß der ruſſiſche Kaiſer auf den Rath von jungen, vorlauten und anmaßenden hochgebornen Maͤn⸗ nern hoͤre, die ſich wahrſcheinlich zu einem uͤbereilten Schritte verleiten laſſen wuͤrden. 3

Napoleon benutzte dieſen Wink und zog bei dem erſten Vorruͤcken der ruſſiſch⸗öſterreichiſchen Armee feine Truppen aus der Stellung zuruͤck, die ſie be etzt hatten. Fuͤrſt Dolgoruki, Adjutant des Kaiſers Ale⸗ wander, ward von dieſem abgefertigt, um Napolcon's Begruͤßungen zu erwiedern. Ohne Zweifel ſollte auch er die Rolle eines Beobachters ſpielen; aber es fehlte ihm dazu das Talent des alten Polizeibeamten. Buo⸗ naparte empfing den Furſten auf den Vorpoſten, gleichſam als wollte er nicht ſehen laſſen, was in ſei⸗ nem Lager vorging; die vorgeſchobenen Korps ſeiner Armee waren damit beſchaͤftigt, Verſchanzungen auf⸗ 3 Leben Napoleon's. LVIIr. 9