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Centralarmee gegen Wienzvor, das in den letzten Kriegen wiederholt bedroht worden war, deſſen Schickſal aber nach der Niederlage bei Ulm entſchieden ſchien. Zwar hatte eine zum Theil aus Ruſſen, zum Theil aus Oeſterreichern beſtehende Armee ihren Vormarſch be⸗ ſchleunigt, um einem ſo großen Ungluͤck zuvorzukom⸗ men; da ſie aber zu ſpaͤt gekommen, war ſie vor der ſiegreichen franzoͤſiſchen Armee langſam zuruͤckgewichen und hatte ſich, weil ſie nur etwa fuͤnfundvierzigtauſend Mann zaͤhlte, weder am Inn, der Traun, der Ens, noch in irgend einer Stellung behaupten koͤnnen, wo⸗ durch Wien gedeckt worden waͤre. Zwar machte ſie mehrere Male Halt, leiſtete einen bedeutenden Wider⸗ ſtand und lieferte ſogar einige hitzige Gefechte, die aber ſtets mit ihrem Ruͤckzug endeten, der ſeine Rich⸗ tung nun nach Maͤhren nahm, wo die große ruſſiſche Armee ſich unter dem Oberbefehl des Kaiſers Aleran⸗ der verſammelt hatte, und noch weitere Verſtaͤrkungen unter dem General Burhoͤwden erwartete.
Es wurden einige Verſuche gemacht, Wien in Vertheidigungsſtand zu ſetzen, und die Einwohner aufgerufen, ſich in Maſſe zu dieſem Endzweck zu er⸗ heben. Da aber die Befeſtigungswerke alt und ſchad⸗ haft waren, ſo wuͤrde ein Widerſtand nur die Zerſtoͤ⸗ rung der Sradt nach ſich gezogen haben. Der Kaiſer Franz ſah ſich daher ſelbſt in die Nothwendizkeit ver⸗ ſetzt, durch Unterhandlungen fuͤr die Sicherheit ſeiner Hauptſtadt und fuͤr die ſeiner leigenen Perſon dadurch
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