115 keit Macks; man muß aber geſtehen, daß ſie durch ihren auffallenden Charakter im Sinne der Rechtsgelehrten einer Schuld gleich kam. Dazu kam aber noch ein anderer Umſtand, der zu beweiſen ſcheint, daß dieſer einſt ſo beruͤhmte und hoch betraute Gene⸗ ral nicht nur ein Dummkopf, ſondern zuch ein Verraͤther war(1 2). Zufolge der am 17ten Oktober unterzeich⸗ neten Kapitulation ſollte ein Waffenſtillſtand bis zur Mitternacht des 26ſten Oktobers Statt finden; wenn innerhalb dieſer Zeit eine öſterreichiſche oder ruſſiſche Armee erſchien, um die Blokade aufzuhehen, ſo ſollte es der in Ulm eingeſchloſſenen Armee frei ſtehen, mit Waffen und Gepaͤck zu derſelben zu ſtoßen. In Gemaͤßheit dieſer Bedingung blieb den oͤſterreichiſchen Soldaten noch immer einige Hoffnung, entſetzt zu werden; auf jeden Fall wurde dadurch der groͤßte Theil der franzoͤſiſchen Armee neun Tage lang bei Ulm feſt⸗, und folglich von andern Unternehmungen abgehalten. Allein Mack verſtand ſich zu einer Reviſion dieſer Bedingun⸗ gen, wwas man einem Manne von Ehre ſchwerlich haͤtte zumuthen koͤnnen; er unterzeichnete am noten eine zweite Kapitulation, dure welche er ſich verbind⸗ lich machte, Uim den andern Tag zu raäͤumen. Se⸗ nach verkuͤmmerte er in einer Kriſe, wo jede Minnte koſtbar war, gar ſehr die Vortheile, welche die Oeſter⸗ reicher von dem zuerſt bedungenen Aufſchub ziehen konnten. Es iſt für dieſe Akaͤnderung gar kein Grund angefuhrt worden; nur hatle Buonaparte dem General!
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48. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 14. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
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