alten europaͤiſchen Hoͤfe abſtach, recht auffallend zeigte. Um ſich zwiſchen Mack und die ſowohl oͤſterreichiſchen als ruſſiſchen Verſtaͤrkungen zu ſtellen, mußten die franzoͤſiſchen Diviſionen ihren Weg uͤber Noͤrdlingen nehmen; insbeſondere mußte Bernadotte, der jetzt nun auch die baieriſchen Truppen unter ſich hatte, ſich in derſelben Richtung bewegen. Dieß konnte er aber nicht thun, ohne die preußiſche Neutralitaͤt zu verletzen, und auf dem naͤchſten Wege durch das dieſer Macht zuſtehende Gebiet von Anſpach und Bayreuth zu ziehen. Ein weniger kuͤhner Feldherr, ein etwas ſchuͤchterner Politiker, als Napoleon, wuͤrde Anſtand genommen haben, einen Schritt dieſer Art in einem ſolchen Augenblicke zu wagen. Preußen, bis jetzt noch unſchluͤſſig in ſeiner Politik, war doch, wie man wußte, im Ganzen genommen feindlich gegen Frank⸗ reich geſinnt, und ſolch' ein Schimpf konnte die Na⸗ tion ſo ſehr aufbringen, daß Haugwitz und ſeine Par⸗ tei nichts mehr uͤber ſie vermochten. Preußens Bei⸗ tritt zu der Coalition in einem ſo kritiſchen Augen⸗ blicke konnte vielleicht das Schickſal des ganzen Feld⸗ zugs entſcheiden und wohl auch noch ſchlimmere Re⸗ ſultate herbeifuͤhren.
Napoleon ſah dieſes wohl ein, er wußte aber auch, daß Preußen nicht etwa aus Mangel an einem Vor⸗ wande, ſondern bis jetzt nur darum das Schwerdt nicht gezogen habe, weil es die Allirten nicht recht fäͤhig hielt, den Waffen und dem Gluͤcke Frankreichs


