Teil eines Werkes 
48. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 14. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
Einzelbild herunterladen

9⁴

Regierung zu thun haben wol te, ſo mußte er ſich beſtimmter ausdruͤcken, und ſich nicht auf allgemeine Saͤtze beſchraͤnken, die, von dem einen Theile behaup⸗ tet, von dem andern nicht widerſprochen, die eigent⸗ liche Streitfrage zwiſchen den kriegfuͤhrenden Maͤchten immer noch unentſchieden ließ. Die Frage war nicht: ob der Friede uͤberhaupt wuͤnſchenswerth ſey, ſondern unter welchen Bedingungen er angeboten und gewaͤhrt werden koͤnne. Haͤtte Buonaparte bei der Erklaͤrung, daß England keinen Grund habe, auf ſeine Macht eiferſuͤchtig zu ſeyn, eingewilligt, daß zur Beruhigung von Europa, zum Beſten der beiden Nationen und aus Achtung fuͤr den Monarchen, an den er ſich ge⸗ wendet, Malta fuͤr immer oder fuͤr eine beſtimmte Zeit in dem Beſitze Englands bleiben ſollte, ſo wuͤrde er ſeiner jetzt ſo ſchwankenden und der Form nach ſo ungewoͤhnlichen Eroͤffnung allererſt ein Gewicht gege⸗ ben haben.

Zur Erwiederung dieſes Schreibens erließ der brit⸗ tiſche Staatsſekretaͤr eine Note an Talleyrand, worin er erklaͤrte, daß England nicht eher eine beſtimmte Antwort auf den im Schreiben Napoleon's angedeu⸗ teten Friedensvorſchlag ertheilen koͤnne, als bis es ſich mit ſeinen Allürten auf dem Continent, und beſou⸗ ders mit dem Kaiſer von Rußland, dießfalls verſtaͤn⸗ diget habe. 3

Aus dieſer Antwort erſah Buonaparte, was er ſchon wußte, daß ein neuer Continentalſturm gegen