34 Regierung ſo viel Licht in dieſer Sache, daß ſie im Stande war, das Pudblikum von dem Daſeyn und dem Zwecke einer Verſchwoͤrung in Kenntniß zu ſetzen, was um ſo noͤthiger wurde, da man beſchloſſen hatte, Moreau ſelbſt zu verhaften. Dieſes geſchah auch wirk⸗ lich am asten Februar 1604. Er ward ohne alle Schwierigkeit und ohne Widerſtand auf ſeinem Land⸗ ſitze, wo er ganz ruhig verweilte, verhaftet. Am folgenden Tage kuͤndigte ein von Murat, damals
Gouverneur von Paris, unterzeichneter Tagsbefehl den
Buͤrgern der Hauptſtadt den Vorfall an, mit dem Beiſatze, daß Moreau mit Pichegru, Georg und andern, die bereits von der Polizei verfolgt wuͤrden, in eine Verſchwoͤrung verwickelt ſey.
Die Nachricht von der Feſtſetzung Moreaus er⸗ regte in Paris die groͤßte Senſation und gab Anlaß
zu verſchiedenen Geruͤchten, die fuͤr Napoleon eben
nicht guͤnſtig waren. Einige wollten an eine Ver⸗ ſchwoͤrung gar nicht glauben, waͤhrend Andere, die weniger ſeeptiſch dachten, der Meinung waren, der
erſte Konſul wolle den fehlgeſchlagenen Verſuch von
Pichegru und Georg als einen Vorwand gebrauchen, um Moreau, ſeinen Rebenbuhler im Kriegsruhme und den erklaͤrten Gegner ſeiner Regierung, zu ver⸗ derben. Man wollte ſogar behaupten, geheime Agen⸗ ten von Buonaparte haͤtten in London die eigentlichen Verſchwoͤrer zu ihrem Vorhaben aufgeſtiftet, nur um einen Mann, den der erſte Konſul haßte und fuͤrch⸗
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