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allein dieſe befanden ſich in einer ſo iſolirten, vom Volke ſo gaͤnzlich geſchiedenen Stellung, ſie waren aller conſtitutionellen Garantien ſo gaͤnzlich beraubt, daß ihr Widerſtand, ſo ſehr er ihnen auch zur Ehre gereicht, ohne Erfolg blieb und der Nation bnnch. aus keinen Vortheil brachte.
Inzwiſchen hatte Buonaparte ſich tief in audere Intriken eingelaſſen, durch welche er ſeine Herrſcher⸗ gewalt mehr mit derjenigen der andern europaͤiſchen Monarchen in Einklang bringen wollte, als es bis⸗ her der Fall geweſen war. Zu dieſem Ende ward unter Vermittlung des preußiſchen Miniſters von Haugwitz, durch das Organ des Hrn. von Meyer, Regierungspraͤſidenten zu Warſchau, dem Grafen von Provence(Ludwig XVIII.) das Anſinnen gemacht, zu Gunſten des gluͤcklichen Feldherrn, der den Thron im Beſiz habe, auf denſelben zu verzichten, wofuͤr die verbannten Prinzen in Italien die reichſte Ent⸗ ſchaͤdigung erhalten ſollten. Die Antwort Ludwigs zeugte von Maͤßigung, Verſtand und jener Feſtig⸗ keit des Charakters, die ſeiner hohen Geburt und ſeinen rechtmaͤßigen Anſpruͤchen vollkommen angemeſ⸗ ſen waren.„Ich vermenge den Hrn. Buonaparte,“ ſagte der verbannte Monarch,„keineswegs mit ſeinen Vorgaͤngern, ich ſchaͤze ſeinen Muth und ſeine mili⸗ taͤriſchen Talente; ich bin ihm fuͤr manche ſeiner Re⸗ glerungshandlungen Dank ſchuldig, denn alles Gute, was meinem Volke erwieſen wird, kann ich nicht


