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umhin, als einen mir ſelbſt geleiſteten Dienſt an⸗ zuſehen. Allein er irrt gar ſehr, wenn er glaubt, daß meine Rechte je der Gegenſtand einer Ueberein⸗ kunft oder eines Vergleichs werden. Selbſt der Schritt, den er jezt thut, wuͤrde dieſelben beſtaͤtigen, wenn ſie je in Zweifel gezogen werden koͤnnten. Ich kenne die Rathſchluͤſſe Gottes in Beziehung auf mich und meine Familie nicht; dagegen weiß ich, welche Pflichten der Rang mir auferlegt, in welchem er mich hat geboren werden laſſen. Als Chriſt werde
ich dieſe Pfllchten bis zu meinem lezten Athemzuge
erfuͤllen. Als ein Abkoͤmmling des heiligen Ludwigs werde ich, wie er, mich ſelbſt zu achten wiſſen, auch wenn ich in Feſſeln laͤge. Als Nachfolger Franz I. will ich wenigſtens mit ihm ſagen koͤnnen:—„Alles iſt verloren, nur die Ehre nicht.“
So haben ſich die Prinzen des Hauſes Bourbon jederzeit uͤber dieſe Mittheilung geaͤußert, die am 26ſten Februar 1803 Statt gefunden haben ſoll. Buo⸗ naparte hat ganz richtig bemerkt, daß er durch einen ſolchen Schritt ſein eigenes, vom Volke ausgegan⸗ genes Recht in Zwelfel geſtellt haben wuͤrde, und laͤugnete deßwegen auch, an dieſer Verhandlung Theil genommen zu haben.
Allein es laͤßt ſich erſtlich nicht wohl angehmen, daß die Famtlie Bourbon einen ſolchen Vorſchlag be⸗ kannt gemacht haben wuͤrde, wenn er nicht wirklich
durch Herrn Meyer angebracht worden waͤre; eben ſo un⸗


