III
und ſtets ſchlagfertig gehalten, nur in den wichtig⸗ ſten Faͤllen, ſelten im Anfange eines Gefechts, mei⸗ ſtens als Reſerve unter den Augen Napoleon's ver⸗ wendet. Mit ihnen that er gewoͤhnlich jenen ent⸗ ſcheidenden Schlag, der ihm ſo oft in dem kritiſchen Augenblicke den Sieg gab, wo dieſer ſich ſchon auf die Seite des Feindes zu neigen ſchien. Beſſer als die uͤbrigen Soldaten ſich duͤnkend, gewoͤhnt, von Na⸗ poleon unmittelbar befehligt zu werden, waren ihm ſeine Garden gaͤnzlich ergeben. Ein Truppenkorps, von ſolchen Geſinnungen beſeelt, konnte ohne Zweifel als eine furchtbare Schuzwehr des Throns gelten, den er zu beſteigen gedachte.
Auf die Ergebenheit dieſer Legionen und ſeiner Soldaten uͤberhaupt gruͤndete Buonaparte ſeine Macht, wie kein Herrſcher vor ihm. Dies war aber fuͤr ihn noch nicht genug; er ſah ſich auch noch nach andern
Anhaͤngern um. Die Ehrenlegion war beſtimmt,
eine ibeſondere Klaſſe von Privilegirten zu bilden, die er durch Gnaden⸗ und Ehrenbezeigungen an ſein Intereſſe feſſeln wollte.
Dieſes zu großer politiſcher Wichtigkeit gelangte Inſtitut entſprang aus der ſchon fruͤhe von Napoleon befolgten Sitte, Militaͤrs von jedem Range, die ſich durch irgend eine tapfere That ausgezeichnet hatten, von Staatswegen einen Saͤbel, ein Gewehr, oder irgend eine Waffe zur Belohnung und Auerkennung ihres Verdienſtes zu verleihen. Solche oͤffentliche


