19 ſchien, wurde dadurch, daß man den Neigungen des Kaiſers Paul ſchmeichelte, leicht bei guter Laune er⸗ halten.
Wir haben bereits bemerkt, daß Napoleon die Mißverſtaͤndniſſe zwiſchen Oeſtreich und Rußland li⸗ ſtig benuzte, um ſich mit dem Czaar in ein gutes Vernehmen zu ſetzen. Die Streitigkeiten zwiſchen Rußland und England verſchafften ihm noch weite⸗ ren Eingang bei dem unvorſichtigen Monarchen.
Die Weigerung Großbritanniens, die beinahe unuͤberwindliche Feſtung Malta und mit ihr die Herr⸗ ſchaft uͤber das mittellaͤndiſche Meer an eine Macht abzutreten, die nicht laͤnger mit ihm befreundet ſeyn ſollte, erhielt noch mehr Gehaͤſſigkeit durch den Umſtand, daß es ablehnte, in den Auswechslungs⸗ vertrag zwiſchen Frankreich und England ruſſiſche Gefangene aufzunehmen. Buonaparte begann ſeine Annaͤherungsplane bei dem Czaar auf eine Art, die darauf berechnet war, auf dieſe beiden Beſchwerde⸗ punkte hinzuwirken. Er verehrte Paul, der eine „Ehre dare in ſezte, fuͤr den Großmeiſter des Ordens von St. Johann von Jeruſalem angeſehen zu wer⸗ den, das Schwert, welches dem heldenmuͤthigen Jo⸗ hann de la Valette, der an der Spitze des Ordens waͤhrend der beruhmten Vertheidigung Maltas ge⸗ gen die Tuͤrken ſtand, von dem Pabſt uͤbercelcht worden war. In derſelben Abſicht, ſein Benehmen gegen das von Großbritannien in ein vortheilhaftes


