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weit wichtigere Ereigniſſe ein, als diejenigen, die das Schickſal von Genua, dieſer einſt ſo erlauchten Stadt, betrafen.
Melas war, ungefaͤhr mit der Haͤlfte ſeiner Ar⸗ mee, aus dem genueſiſchen Gebiete uͤber Coni nach Turin geeilt, wo er ſein Hauptquartier nahm, in der Erwartung, Buonaparte werde entweder auf dieſe Hauptſtadt losgehen, oder Genua zu entſetzen ſuchen. Im erſten Falle hielt ſich Melas fuͤr ſtark genng, den erſten Konſul zu empfangen, im zweiten Falle, ihn zu verfolgen; auf jeden Fall hoffte er, ſo viele Streitkraͤfte zuſammenbringen zu koͤnnen, als nothig waren, um deſſen Vorruͤcken zu verhindern oder deſſen Ruͤckzug zu erſchweren. Allein Napo⸗ leon's Plan fuͤr dieſen Feldzug war nicht, wie Me⸗ las ſich ihn dachte; er hatte beſchloſſen, uͤber die Seſia und den Teſino zu gehen, und, Turin und Melas hinter ſich laſſend, Mailand zu gewinnen und die 20,000 Mann von der Rheinarmee, die General Moncey uͤber den St. Gotthard ihm zufuͤhrte, an ſich zu ziehen,— ein Vorhaben, das jedoch dem Scharfblicke des Veteranen Melas ſo viel wie moͤg⸗ lich entzogen werden mußte. 3
Dies ſollte vorzuͤglich durch Lannes geſchehen, der bisher den Vortrab ſo gut gefuͤhrt und bei Ro⸗ mano geſiegt hatte. Er marſchirte gegen Chiavaſo, bemaͤchtigte ſich einer Anzahl kleiner Fahrzeuge und machte Miene, daſelbſt eine Bruͤcke uͤber den Po zu


