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40. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 11. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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reichs willen ſich zum erſten Konſul gemacht, ſo kön⸗ nen wir doch unſere Nachſicht nicht weiter ausdehnen, und es auch nicht einen Augenblick billigen, daß er alle Staatsgewalt bis zur hoͤchſten Uebertreibung in feiner Hand vereinigt, das franzöͤſtſche Volk jedes Anſpruchs auf Freiheit beraubt und ihm nicht die mindeſte Schutzwehr gegen die Tyranney gelaſſen hat. Man ſage nicht, das Volk habe den unſchaͤtzbaren Werth der Freiheit gar nicht gekannt, und ſich nur deſſen begeben, was er nicht behaupten konnte. Wer ein Kleinod entwendet, kann ſich doch nicht damit entſchuldigen, daß er ſagt, der Eigenthuͤmer habe den gerth deſſelben gar nicht gekannt; der Straßenraub bleibt ein Verbrechen, auch wenn der wehrloſe Be⸗ raubte keinen Widerſtand geleiſtet hat, den eer mit dem Tode haͤtte buͤßen muͤſſen. Als das Haupt einer wohleingerichteten und gemaͤßigten Monarchie wuͤrde Buonaparte ſein eigenes Intereſſe ſogar weit beſſer bedacht haben, als dadurch, daß er die Seele eines rieſenhaften Deſpotismus ſeyn wollte. Die Gewaͤhr⸗ ung einiger Rechte wuͤrde die entzweiten Faktionen vereinigt, und ihre Blicke auf den Chef der Regie⸗ rung, ihren gemeinſchaftlichen Wohlthaͤter, gerichtet haben; die conſtitutionellen Vorrechte, die er fuͤr die Krone in Anſpruch nahm, waͤren willig anerkannt und geachtet worden, wenn er dem Volke dagegen auch ein vernuͤnftiges Maß von Freiheit gegoͤnnt haͤtte. Eine ſolche conſtitutionelle Gegenmacht im Staate