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40. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 11. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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wuͤrde fuͤr ihn eben ſo nuͤtzlich geweſen ſeyn, als fuͤr das Volk. Jene unermeßlichen Eroberungsplane, die ſo viel Blut gekoſtet, ſo viel Unheil veranlaßt haben, wuͤrden alsdann nicht zur Ausfuͤhrung gekommen, ſondern durch die conſtitutionelle Oppoſition verhindert worden ſeyn, die dadurch fuͤr ihn eben ſo wohlthaͤtig geworden waͤre, als es fuͤr einen Wahnſinnigen die Bande ſind, durch die er, wenn ihn ſeine Wuth be⸗ faͤllt, verhindert wird, ſich und Andern zu ſchaden. Von kriegeriſchen Unternehmungen abgehalten, wuͤrde Buonaparte die ganze Kraft ſeines Geiſtes auf die Begluͤckung ſeines Reiches verwendet, und dadurch, wie ſo manche andere Fuͤrſten, ſein Herrſcherrecht ergaͤnzt haben. Er konnte zwar nie der rechtmaͤßige Erbe der Monarchie, aber doch einer der wuͤrdigſten und verdienteſten Fuͤrſten werden, die je den Zepter gefuͤhrt haben. Haͤtte er eine, den Willen der Na⸗ tion ausſprechende, der ſeinigen zugeordnete und die⸗ ſe zuͤgelnde Gewalt neben ſich geduldet, ſo waͤre die Ueberziehung von Spanien und der Krieg gegen Ruß⸗ land unterblieben und kein kaiſerliches Dekret gegen den brittiſchen Handel erlaſſen worden. Das Volk, das den Druck dieſer gewaltthaͤtigen und verderblichen Maßregeln zuerſt fuͤhlen mußte, wuͤrde ſich gleich an⸗ fangs denſelben widerſetzt haben. Endlich waͤre ſelbſt der Sturz Napoleon's nicht erfolgt; er wuͤrde, aller Wahrſcheinlichkeit nach, auf dem Throne Frankreichs als Stifter einer neuen Dynaſtie geſtorben ſeyn, und