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40. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 11. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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chen Gegenſtaͤnde nur zufolge ſeines Antrags und nur in einem geheimen Ausſchuſſe eroͤrtert werden durf⸗ ten, ſo daß das vorzuͤglichſte Hinderniß der deſpoti⸗ ſchen Gewalt, das Gewicht der oͤffentlichen Meinung, durch die Oeffentlichkeit der Debatten erzeugt, gaͤnz⸗ lich fehlte.

Auch der fluͤchtigſte Blick auf die Konſularregier⸗ ung gewaͤhrt die Ueberzeugung, daß Buonaparte aus dem ſo ſinnreich gedachten Verfaſſungsentwurfe von Sieyes gerade nur biejenigen Beſtimmungen aushob, die ihm in ſeinem Streben nach einer unumſchraͤnkten deſpotiſchen Gewalt ſorderlich ſeyn konnten, waͤhrend er, mit Ausnahme des Tribunats, alle Inſtitute ver⸗ warf, durch welche die vollziehende Gewalt auch nur einigermaßen haͤtte in Schranken gehalten werden können. Durch die von dem Volke anzufertigenden Verzeichniſſe von waͤhlbaren Kandidaten, die an die Stelle einer wirklichen Wahl von Volksvertretern ka⸗ men, wurde die einzige wahre Schutzwache der Frei⸗ heit zu einer metaphyſiſchen und abſtrakten Idee ver⸗ fluͤchtigt. Man kann allerdings ſagen, daß das Anſe⸗ hen eines aus den Nationalliſten gewaͤhkten Beamten urſpruͤnglich vom Volke ausgegangen ſey, weil, wenn das Volk ſeinen Namen nicht auf die Liſte geſetzt haͤt⸗ te, er nicht haͤtte gewaͤhlt werden koͤnnen. Allein es iſt ein himmelweiter Unterſchied zwiſchen der Befug⸗ niß, einen einzelnen beſtimmten Vertreter zu waͤhlen, und derjenigen, tauſende von Individuen zu benen⸗