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40. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 11. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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werden ſollte, der Gegenſtand einer beſondern Bera⸗ thung. Es unterliegt kaum einem Zweiſel, daß Sieyes als er die Revolution vom Brumaire unternahm, zu ſeinem mülitaͤriſchen Gehuͤlſen einen ganz andern Mann als Napoleon gewuͤnſcht haben mag. Ihm mußte irgend ein General taugen, der auſſer ſeinem Kriegshandwerke nichts verſtand und ſich mit einer ſeinen beſchraͤnkten Anſichten und Fäͤhigkeiten ange⸗ meſſenen Macht begnuͤgte. Allein der ſchlaue Pfaffe ſah wohl ein, daß nach der Zuruͤckkunft Napoleon's aus Aegypten der militariſche Gehuͤlfe, deſſen er be⸗ durfte, ihm gegeben war, und daß Buonaparte nichts Geringeres, als den Antheil des voͤwen anſprechen wuͤrde.

Gleich bei dem erſten Zuſammentritt der Kon⸗ ſuln, wo Roger Ducos auf die Seite Napoleon's uͤber⸗ trat, uͤberzeugte ſich Sieyes, daß er ſeine Anſpruͤche auf die erſte Stelle im Staate, zu der ihn feine Freunde befoͤrdert wunſchten, nicht werde geltend ma⸗ chen koͤnne. In ſeiner Bewerbung um die Stelle des erſten Konſuls hatte er auf die Stimme von Ro⸗ ger Ducos gerechnet; allein dieſer ſah beſſer, wo der Schwerpunkt des Konſularſyſtems geſucht werden muͤſſe.General! ſagte er gleich in der erſten Kon⸗ ſularſitzung zu Napoleon,der Vorſitz gebuhrt Ihnen von Rechts wegen, worauf dieſer ohneweiters den Praͤſidentenſtuhl einnahm. Sieyes hatte gehofft, daß der General im Laufe der Berathungen ſeine Antraͤge 8.