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Napoleon zuweilen ſprach, die Zuruͤckfuͤhrung des in⸗ diſchen Handels an die Kuͤſte des rothen Meers, zum großen Nachtheile Englands, war ein Werk des Frie⸗ dens, und im Kriege, bei der Ueberlegenheit der eng⸗ liſchen Seemacht, ſchlechterdings nicht ausfuͤhrbar. Der franzoͤſiſche General hatte zwar eine Handelskam⸗ mer errichtet; allein welcher Handel konnte von ei⸗ nem enge blokirten Hafen aus getrieben werden? Selbſt unter guͤnſtigeren Zeitumſtaͤnden war die Gruͤn⸗ dung einer friedlichen Kolonie durchaus kein Geſchaͤft fuͤr den feurigen und kriegliebenden Napoleon, der, wenn er auch, zufolge ſeines thaͤtigen Geiſtes, Handels⸗ plane entwerfen konnte, doch bei weitem nicht die Ge⸗ duld und die Beharrlichkeit hatte, durch welche die Ausfuͤhrung derſelben bedingt iſt. Blieb er alſo in Aegypten, ſo war er dort ungefaͤhr in derſelben Lage, wie der Gouverneur einer großen Stadt, der man zwar mit einer Belagerung gedroht hat, die aber zu⸗ naͤchſt noch nicht belagert werden kann, und wo alſo eine kluge und ausdauernde Wachſamkeit das einzige Verdienſt iſt, das ſich erwerben laͤßt. Eine ſolche An⸗ ſtellung wuͤrde wohl von keinem jungen und ehrgeizi⸗ gen Krieger geſucht werden, ſo lange ihm eine thaͤti⸗ gere Laufbahn offen ſteht. Eine ſolche, und zwar eine unermeßliche, war aber dem Ehrgeize in Frankreich durch Ereigniſſe eroͤffnet worden, die wir in dem fol⸗ genden Kapitel darzuſtellen uns bemuͤhen werden. Sonach hatte Napoleon die Wahl, entweder Bewerber um


