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gelehrten, ihre Kadis oder Richter, ihre Sheiks oder Oberhaͤupter, ihre Janitſcharen oder privilegirten Sol⸗ daten, wurden insgeſammt von Napoleon mit einer gewiſſen Achtung behandelt; und der Sultan⸗Kebir— wie ſie ihn nannten— gab ſich das Anſehen, als re⸗ giere er gleich dem Großherrn durch Vermittlung eines Diwans. e Dieſer Rath, aus ungefaͤhr 40 Sheiks oder Mos⸗ lems, die ſich durch ihre Geburt oder ihre Wuͤrde aus⸗ zeichneten, beſtehend, hielt ſeine regelmaͤßigen Sitzun⸗ gen zu Cairo; von ihm waren die Provinzialdivans in den aͤgyptiſchen Landesbezirken abhaͤngig. Napoleon verſaͤumte nicht, den Oberdivan zu Rathe zu ziehen und in manchen Faͤllen nach ſeinem, auf das Geſetz des Propheten gegruͤndeten Gutachten, zu verfahren. Bei einer gewiſſen Gelegenheit gab er ihm eine mora⸗ liſche Lehre, die nicht unbemerkt bleiben darf. Ein⸗ Stamm wandernder Araber hatte einen Bauern er⸗ ſchlagen, worauf Napoleon die Moͤrder aufzuſuchen und zu beſtrafen befahl. Einer von dieſen orientaliſchen Rathgebern lachte uͤber den Eifer, welchen der Gene⸗ ral wegen eines ſo geringfuͤgigen Umſtandes an den Tag legte.
„Was kuͤmmert Ihr euch um den Tod dieſes Fel⸗ lahs, Sultan Kebir?“ ſagte er ironiſch;„war er ek⸗ wa Euer Vetter?“
„ Er war mehr noch,“ ſagte Napoleon,„er war


