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39. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 10. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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So fuͤgte er noch Hohn zu dem Ungluͤcke, und allen Freunden der Freiheit zum Drotz ward Venedigs Sch ick⸗ ſal beſchloſſen. Das Bemerkenswuͤrdigſte bei der end⸗ lichen Uebergabe Venedigs an Oeſterreich war, daß der betagte Doge Marini bewußtlos niederfiel, als er in die Haͤnde des kaiſerlichen Commiſſaͤrs den Eid der Treue ſchwoͤren ſollte, und kurz darauf verſchied.

Napoleon Buonaparte hatte bis jetzt ſeine Laufbahn in Italien, wo er zuerſt ſeine Dalente entwickelt und das immer ein Gegenſtand beſondern Intereſſes fuͤr ihn blieb, durchlaufen. Er nahm ruͤhrenden Abſchied von den Soldaten, die nicht wohl hoffen durften, an ſeiner Statt einen General von ſo ausgezeichneten Verdien⸗ ſten wieder zu erhalten, und ließ dann eine gemaͤßigte und verſtaͤndige Zuſchrift an die cisalpiniſche Republik

ergehen. Endlich entfernte er ſich, um ſich durch die Schweiz nach Raſtadt zu begeben, wo ein Congreß zur Beſtimmung der Angelegenheiten des deutſchen Reiches. verſammelt war, und wo er als Bevollmaͤchtigter von Seiten Frankreichs auftreten ſollte.

Auf dieſer Reiſe war er, wie man bemerken wollte, duͤſter und in tiefes Nachſinnen verſunken. Die Tren⸗ nung von 100,000 Kriegern, die er ſein eigen nennen durfte, und die Ungewißheit der zukuͤnftigen Schick⸗ ſale, zu welchen er gerufen wurde, war hinlaͤnglicher Grund dafuͤr, und man braucht nicht mit Andern an⸗ zunehmen, daß er ſchon jetzt an jene Entwuͤrfe des Ehrgeizes dachte, welche die Zeit von ihm aufthun ſollte.