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38. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 9. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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zu leicht nachgiebt, ſo wird er ſeine Schnellkraft nie wieder gewinnen.

Wie aber die Oeſterreichiſchen Angelegenheiten ſtanden, ſo iſt es ſchwer, zu entſcheiden, ob die Par⸗ tei, die den Frieden wuͤnſchte, um dem bedraͤngten Lande einige Erholung zu verſchaffen, oder ob die entgegengeſetzte Partet, die unter den oben angege⸗ benen Ausſichten auf der Fortſetzung des Krieges beſtand, die am wenigſten verderbliche Maßregel vor⸗ geſchlagen habe. Der Wiener⸗Hof waͤhlte den Weg eines Vertrags, und der von Leoben ward eingelei⸗ tet. Die Generale Bellegarde und Merfeld fanden ſich am 13ten April 1797 im franzoͤſiſchen Hauptquar⸗ tier ein, um anzuzeigen, daß der Kaiſer, ihr Herr, den Frieden wuͤnſche. Buonaparte bewilligte einen Waffenſtillſtand, der zuerſt nur auf fuͤnf Tage gelten ſollte, in der Folge aber verlaͤngert wurde, als die Wahrſcheinlichkeit eines endlichen Friedensſchluſſes gegeben war.

Man verſichert, daß bei allen Verhandlungen uͤber dieſen hochwichtigen Waffenſtillſtand Napoleon eine gewiſſe Unabhaͤngigkeit von der franzoͤſiſchen Re⸗ gierung behauptet habe, ohne Zweifel im Bewußt⸗ ſeyn, daß alle ſeine Siege ſein eigenes Werk ſeyen, daß er ſeine Armee aus den Huͤlfsquellen der ero⸗ berten Laͤnder verpflegt und bezahlt, von ſeiner Re⸗ gierung erſt ſpaͤt und nicht ohne Schwierigkeit Unter⸗