114 nes Sieges, und aller der Mittel, die ihm gelegen⸗ heitlich zu weiteren Vortheilen verhelfen konnten. Zudem ewarb er ſich dadurch den Ruhm der Groß⸗ muth und vermied in dem vorliegenden Falle die Gefahr, eine Macht, wie Oeſterreich, aufs Aeußerſte zu treiben und zu einem Schritte der Verzweiflung zu bringen.
In dieſer Abſicht und indem er zum erſten Mal das gewoͤhnliche Hofceremoniel und die politiſche Eti⸗ quette, auf die er ſpaͤterhin ſo fehr den Accent legte, vernachlaͤfſigte, ſchrieb er in Beziehung auf den Frie⸗ den einen eigenhaͤndigen Brief an den Erzherzog Karl.
Dieſer Brief iſt in jenem abgebrochenen lakoni⸗ ſchen Style geſchrieben, der an die Stelle der Gruͤnde allgemeine und abgedroſchene philofophiſche Maximen ſetzt und die uͤblichen ausgearbeiteten Phraſen ver⸗ ſchmaͤht, mit denen gewoͤhnlich Politiker ihre Frie⸗ densvorſchlaͤge einzuleiten pflegen.„Der rechte Krie⸗ ger,“ ſagt er,„muß zwar den Krieg fuͤhren, aber „zuglelch auch den Frieden wuͤnſchen. Der gegen⸗ „waͤrtige Kampf hat bereits ſechs Jahre gedauert. „Haben wir nicht Menſchen genug geopfert, der „Menſchheit nicht genug des Leides zugefügt? Man „will uͤberall den Frieden. Europa hat weit umher „die Waffen niedergelegt; Ihre Nation allein ſetzt „die Feindfeligkeiten fort, und das Blut fließt haͤn⸗ „figer als je. Dieſer ſechste Feldzug hat unter be⸗


