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38. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 9. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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das Anſehen, als ſey das Gluͤck von Napoleon pii⸗

lich gewichen.

Aber das Erwachen aus dieſem lieblichen Trau⸗ me war eben ſo ploͤtzlich als ſchrecklich. Es erſcholl die Kunde, daß die Friedenspraͤliminarien zwiſchen Frankreich und Oeſterreich zu Stande gekommen und zwiſchen beiden Maͤchten ein Waffenſtillſtand geſchloſ⸗ ſen worden ſey. Laudon zog ſich daher mit ſeinen Truppen, auf deren Beiſtand die Venetianer ſo ſehr gerechnet hatten, von Verona zuruͤck. Die Lombarden ſchickten den Franzoſen Huͤlfe, die Sclavonier, unter Fioravante, nachdem ſie ſich wacker geſchlagen, muß⸗ ten ſich ergeben, und die aufruͤhreriſchen Staͤdte Vicenza, Treviſo und Padua wurden wieder von den Republikanern beſetzt. Das Geruͤcht verkuͤndete die ſchreckliche Zuruͤckkunft Napoleons und ſeiner Armee; der uͤbel berathene Senat von Venedig gerieth in die groͤßte Beſtuͤrzung und hatte kaum noch ſo viel Beſinnungskraft, um zwiſchen unbedingter Unter⸗ werfung und hoffnungsloſem Widerſtande zu waͤhlen.

Es war einer der groͤßten politiſchen Kunſtgriffe Napoleons, dem Feinde, wenn er einen den ganzen Feldzug entſcheidenden Vortheil uͤber ihn erhalten hatte, ſofort den Frieden anzubieten und zwar unter billigeren Bedingungen, als dieſer erwarten mochte. Dadurch verſicherte er ſich die naͤchſten und unſtreit⸗ baren, durch den Frieden anerkannten Vortheile ſei⸗

W Seott's Werke. XXXVIII. 8