157 Laune manchmal mit einem entſprechenden Ausgang zu kroͤnen beliebt. Allein Bnonaparte kann zu die⸗ ſer Wahl eben ſo gut durch Ehrgeiz als durch Liebe beſtimmt worden ſeyn, auch wenn er den Weiſſagungen der afrikaniſchen Sibille keinen Glauben beigemeſſen hat. Die Heirath mit Madame Beauharnois war ein Mittel, ſein Gluͤck mit dem von Barras und Tallien zu verbinden, von denen der erſte, als einer der Direktoren, Frankreich beherrſchte, und der zweite durch ſeine Talente und politiſchen Verbindungen kaum weniger vermochte. Er hatte ſich durch ſein Betragen an dem Tage der Sektionen um beide ſchon verdient gemacht, aber er bedurfte ihres Schutzes, um noch hoͤher zu ſteigen. Ohne daher die Verdienſte der Braut herabzuſetzen, duͤrfen wir annehmen, daß ihr Einfluß in der Geſellſchaft jener Maͤnner den Abſichten ihres Liebhabers entſprach. Es iſt jedoch gewiß, daß er ihr ſtets ſehr gewogen war, daß er auf ihr Schickſal vertraute, das mit dem ſeinigen auf das vortheilhafteſte verkettet war, daß er endlich von Joſephinens Takt und Gewandtheit in politiſchen Geſchaͤften die beſte Meinung hatte. Sie beſaß zu allen Zeiten die Kunſt, ſein heftiges Temperament zu beſchwichtigen, die raſchen Entſchluͤſſe, die er bei ſchlimmer Laune faßte, nicht durch direkten Wider⸗ ſtand, ſondern allmaͤhlig auf eine ausweichende Weiſe zu entwaffnen. Zu ihrem großen Lobe muß noch bemerkt werden, daß ſie die Sache der Menſchlich⸗
Teil eines Werkes
31. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 7. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
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