43. gungen brachten ſeltſame und truͤbe Ideen⸗Verbin⸗ dungen mit dem Thale der Schatten mit ſich, durch welches Frankreich in ſeiner lezten Pilgerreiſe ge⸗ wandert war. Eine Tanzgeſellſchaft, die von jungen Leuten beiderlei Geſchlechts ſehr beſucht war, und wobei es aͤußerſt manierlich herging, ward„der Opfertanz“ genannt. Nur diejenigen wurden dabei zugelaſſen, welche einen nahen und angeſehenen Verwandten oder Freund in der lezten Schreckens⸗ periode verloren hatten. Das Haar und der Haupt⸗ ſchmuck war ſo angeordnet, daß er den Vorberei⸗ tungen fuͤr die Guillotine glich, und der Wahlſpruch ward angenommen„wir tanzen unter Graͤbern.“ In keinem Lande als in Frankreich konnte man auf einen ſolchen Gedanken kommen, und auch nur in Frankreich ſolchen auf dieſe Art aus fuͤhren.
Allein es iſt Zeit, von der Betrachtung der Re⸗ gierung Frankreichs im Innern auf ſeine Verhaͤlt⸗ niſſe nach Außen uͤberzugehen; hier hatte der Glanz dieſes Landes eine ſo ausgezeichnete Hoͤhe erreicht, daß es ſchwer wird, dieſe beiden Gemaͤlde der Na⸗ tion in Einklang zu bringen, wie ſolche auf jedem Punkte uͤber das verbuͤndete Europa triumphirend, ſolche Anſtrengungen machte, und ſolche Siege er⸗ rang, wie die Geſchichte bisher noch keine aufzu⸗ weiſen hatte; waͤhrend zu derſelben Zeit ſeine An⸗ gelegenheiten im Innern von wilden, blutduͤrſtigen Barbaren, wie Robespierre, geleitet wurden.


