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„Du ſiehſt, Großmeiſter,“ ſagte Conrad,„daß Nichts uns zulaͤchelt.“
„Du wirſt dann im Kuͤhlen kaͤmpfen, mein Sohn,“ antwortete der Keinpelher,„danke es dem Himmel, der die Sonnenglut Palaͤſtina's zu Deinen Gunſten ge⸗ maͤßigt hat.“
So ſcherzte der Großmeiſter; aber ſeine Witze hat⸗ ten ihren Einfluß auf das Gemuͤth des Marquis verlo⸗ ren, und ungeachtet ſeiner Bemuͤhungen, froͤhlich zu ſcheinen, theilte ſich doch ſein truͤber Geiſt ſelbſt dem Großmeiſter mit.
„Die Memme,“ dachte er,„wird den Tag in lau⸗ ter Schwaͤche und Feigheit des Herzens verlieren, was er ein zartes Gewiſſen nennt. Ich, den Erſcheinungen und? Vorbedeutungen nicht erſchuͤttern— ich, der ich feſt in meinem Vorſatze bin, wie ein lebendiger Fels— ich haͤtte den Kamf felbſt ausgefochten. Wenn ihn nur der Schottlaͤnder gleich auf der Stelle todtſchlaͤgt, wenn er nicht den Sieg davon traͤgt, ſo waͤr' das das Beſte. Aber komme, was da will, einen andern Beichtvater als mich, darf er nicht haben.— Unſere Suͤnden ſind zu gemeinſchaftlich, und er moͤchte meinen Theil mit dem ſeinigen beichten.“
Waͤhrend dieſe Gedanken ihn durchkreuzten, fuhr er fort, dem Marquis ſtillſchweigend beizuſtehen, ſich zu ruͤſten.
Endlich kam die Stunde heran, die Trompeten er⸗ toͤnten, die Ritter ritten vollſtaͤndig bewaffnet in die Schranken, wie Maͤnner, die fuͤr die Ehre eines Kö⸗ nigreichs kaͤmpfen. Mit aufgehobenem Viſir ritten ſie dreimal um die Schranken und zeigten ſich den Zu⸗ ſchauern. Beide waren von anſehnlicher Geſtalt, der Adel lag in ihren Zuüͤgen. Aber auf der Stirne des Schot⸗ ten lag ein Zug maͤnnlichen Selbſtvertrauens— ein Strahl von Hoffnung, der ſeine Zuͤge bis zum Ausdruck der Froͤhlichkeit ſteigerte⸗ waͤhrend um Conrads Stirne immer noch eine Boͤſes verkuͤndigende Wolke ſchweyw, wenn ſchon Stolz und Anſtrengung ſeinen ngtuürlichen Muth etwas in's Leben zuruͤckgerufen hatten. Selbſt
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