Teil eines Werkes 
9. Band, Erzählungen von den Kreuzfahrern : 2. Erzählung, Der Talisman : 4. Theil (1826) Tales of the Crusaders. The Talisman
Entstehung
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Der Schluß des Abends bot nichts Bemerkens⸗ werthes dar.

Siebentes Kapitel. Hort ihr das Toben, das Schlachtgetöße, Lan; an Lanz, und Pferd an Pferd? Gray.

Man war, der Hitze des Klimas wegen uͤbereinge⸗ kommen, daß der rechtsentſcheidende Kampf, der die Urſache der Verſammlung der verſchiedenen Nationen beim Demant der Wuͤſte war, eine Stunde nach Son⸗ nenaufgang Statt finden ſolle. Die geraͤumigen Schran⸗ ken, welche unter der Aufſicht des Ritters vom Leopar⸗ den erbaut worden waren, ſchloſſen einen Raum von 120 Ellen in der Laͤnge und 50 in der Breite ein, der mit hartem Sand bedeckt war. Sie dehnten ſich in der Lange von Norden nach Suͤden aus, um beiden Par⸗ theien den gleichen Vortheil der aufgehenden Sonne zu gewaͤhren. Der koͤnigliche Sitz des Saladin war auf der weſtlichen Seite der Umzaͤunung errichtet, gerade im Mittelpunkt, wo ſich im heftigſten Kampfe die Strei⸗ ter wahrſcheinlich treffen wuͤrden. Dieſem gegenuͤber war eine Gallerie mit Gitterfenſtern ſo eingerichtet, daß die Damen, fuͤr deren Standort er beſtimmt war, das Gefecht ſehen konnten, ohne den neugierigen Blicken ausgeſetzt zu ſeyn. An beiden Enden der Schranken waren Schlagbaͤume, welche man nach Willkuͤhr oͤffnen und ſchließen konnte. Auch Throne waren errichtet, aber als der Erzherzog bemerkte, daß der ſeinige nie⸗ driger war, als der des Königs Richard, ſo verweigerte er, ihn einzunehmen; und Loͤwenherz, der ſich gar vie⸗ lem unterworfen haͤtte, um nur den Kampf nicht zu ſieren, war es gerne zufrieden, daß die Sekundanten waͤhrend des Gefechts zu Pferde bleiben ſollten. An dem einen Ende der Schranken ſtand das Gefolge Ri⸗ chards, ihnen gegenuͤber am andern Ende diejenigen, welche den Vertheidiger Conrad begleitet hatten. Vor