Teil eines Werkes 
9. Band, Erzählungen von den Kreuzfahrern : 2. Erzählung, Der Talisman : 4. Theil (1826) Tales of the Crusaders. The Talisman
Entstehung
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dem fer den Sultan beſtimmten Thron war ſeine glaͤn⸗ zende Leibwache geordnet, und der ubrige Raum der Um⸗ zaunung ward von chriſelichen und mahomedaniſchen Zu⸗ ſchauern eingenommen.

Noch lange vor Tagesanbruch wurden die Schran⸗ ken von einer noch groͤßern Anzahl von Saracenen um⸗ geben, als Richard am vergangenen Abend geſehen hatte. Als der erſte Strahl des glaͤnzenden Sonnen⸗ zirkels die Wuͤſte beleuchtete, ertoͤnte aus dem Munde des Sultans ſelbſt der Ruf:Zum Gebet! zum Ge⸗ bet! und ward von Andern wiederholt, welchen ihr Rang und ihr Eifer ein Recht gab, den Dienſt der Muezzin zu verſehen. Aber als ſie ſich von der Erde er⸗ poben, ſchienen die Stratzlen der Sonne, die nun glaͤn⸗ zend leuchteten, die Vermuthung zu beſtaͤtigen, welche der Lord von Gilsland in der vergangenen Nacht ge⸗ außert hatte. Sie glaͤnzte nehmlich von den Spitzen vieler Speere wieder, denn die ſtachelloſen Lanzen des vergangenen Tages waren es nun nicht mehr. De Vaux zeigte es ſeinem Herrn, welcher ungeduldig erwiederte: Er habe vollkommenes Zutrauen auf die Treue des Sultans; aber wenn de Vauy fuͤr ſeinen dicken Koͤrper beſorgt waͤre, ſo koͤnne er in Gottes Namen gehen.

Bald hernach hoͤrte man das Geraͤuſch der Cim⸗ beln, worauf ſich alle ſaraceniſchen Reiter von ihren Pferden zur Erde warfen, als waͤre es ein zweites Morgengebet. Das ſollte aber der Koͤnigin Gelegen⸗ heit geben, aus dem Zelte, in die fuͤr ſie beſtimmte Gallerie zu gehen. Fünfzig Waͤchter von Saladins Serail begleiteten ſie mit gezogenem Schwerdte, und hatten den Auftrag, jeden in Stuͤcke zu hauen, er eye Fuͤrſt oder Bauer, der es wagen wuͤrde, die Da⸗ men anzuſchauen, wenn ſie voruͤber gingen, oder der nur den Kopf erhob, ehe das Aufhoͤren der Mu⸗ uk jedermann kund thaͤte, daß ſie bereits in ihren Gallerien waͤren, wo kein neugieriges Auge ſie mehr treffen konnte. 3

Dieſe aberglaͤubiſche Beobachtung der morgenlaͤn⸗