Teil eines Werkes 
9. Band, Erzählungen von den Kreuzfahrern : 2. Erzählung, Der Talisman : 4. Theil (1826) Tales of the Crusaders. The Talisman
Entstehung
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racene;ich bin ein Arzt, wie Du wohl weißt, und es ſteht geſchrieben, daß der, welcher ſeine Wunde ge⸗ heilt haben will, nicht zucken darf, wenn der Arzt ſie unterſucht und verbindet. Siehſt Du, daß ich im Be⸗ griffe ſtehe, meinen Finger an das Geſchwür zu legen. Du liebſt dieſe Verwandte des Melec Ric, ziehe den Schleier weg, der deine Gedanken verhuͤllt oder ziehe ihn nicht weg, wenn Du willſt, denn meine Au⸗ gen ſehen durch dieſe Decke.

Ich liebte ſie, antwortete Sir Kenneth nach ei⸗ ner Pauſe,wie ein Menſch die Gnade des Himmels liebt, und ſuchte um ihre Gnade, wie um die Verzei⸗ hung des Himmels nach.

Und Ihr liebt ſie nicht mehr? ſagte der Sa⸗ racene.

Ach, antwortete Sir Kenneth,ich bin nicht mehr wuͤrdig, ſie zu lieben. Ich bitte Dich, ende dieſes Geſpraͤch Deine Worte ſind Dolchſtiche für mich. 3

Verzeihe mir nur einen Augenblick, ſuhr Ilde⸗ rim fort.Als Du ein armer und unbekannter Sol⸗ dat Deine Liebe einem ſo hohen Gegenſtande zuzuwen⸗ den wagteſt, ſage mir, wie ſtand es da mit Deinen Hoffnungen?

Liebe beſteht nicht ohne Hoffnung, erwiederte der Ritter;allein die meinige graͤnzte ſo nahe an Ver⸗ zweiflung, als die des Seemanns, der ſein Leben durch Schwimmen zu retten ſucht. Dieſer erblickt, indem