Teil eines Werkes 
9. Band, Erzählungen von den Kreuzfahrern : 2. Erzählung, Der Talisman : 4. Theil (1826) Tales of the Crusaders. The Talisman
Entstehung
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38 Haͤnde frei, wie Du Dich ausdruͤckſt, ſo wuͤrde ein ein⸗ ziger wahrer Glaͤubiger ihnen ſo viel zu thun geben, daß Du bald wünſchen wuͤrdeſt, ſie wieder mit eiſernen Schellen gefeſſelt zu ſehen.

Eher wollte ich wuͤnſchen, ſie waͤrem am Schul⸗ terblatte abgehauen, erwiederte Sir Kenneth.

Gut, Deine Haͤnde ſind ſuͤr jetzt gefeſſelt, ſagte der Saracene in einem freundlichern Tone,gefeſſelt durch Dein eigenes Gefuͤhl fuͤr Recht und Schicklichkeit; auch habe ich im Augenblicke nicht im Sinne, ſie von ihren Banden zu befreien. Wir haben einander un⸗ laͤngſt hinlaͤngliche Beweiſe von unſerer Staͤrke und un⸗ ſerem Muthe gegeben, und koͤnnen einander wieder im offenen Felde treffen; und Schande dem, welcher zuerſt von ſeinem Feinde weicht! Aber jetzt ſind wir Freunde, und ich ſuche eher Beiſtand, als harte und herausfordernde Worte bei Dir.

Wir ſind Freunde, wiederholte der Ritter, und es trat eine Pauſe ein, waͤhrend welcher der feu⸗ rige Saracene das Zelt gleich dem Loͤwen durchſchritt, der nach einer heftigen Entruͤſtung dieſe Methode, wie man ſagt, waͤhlt, um ſein Blut abzukühlen, ehe er ſich in ſeiner Hoͤhle zur Ruhe niederlegt. Der kaͤltere Eu⸗ ropaͤer veraͤnderte weder Stellung noch Ausſehen; doch war er ohne Zweifel ebenfalls bemüht, die zornigen Ge⸗

fuͤhle zu bezwingen, die ſo unerwarteter Weiſe in ihm

erregt worden waren. Laßt uns ruhig hieruͤber ſprechen, ſagte der Sa⸗